SWINGWORKS GOLF LEXIKON | WAS SIE SCHON IMMER WISSEN WOLLTEN

A wie Abschlag:

Umfasst gleich mehrere Aspekte:

Der Abschlag ist für Spieler der erste Schlag auf einem Loch.

Für Greenkeeper die im besten Fall ebene Fläche, um dort die Abschlagmarkierung zu setzen.

Für Regelhüter die Fläche zwischen den Abschlagmarkierungen, im 90-Grad-Winkel gemessen mit zwei Schlägerlängen nach hinten.

Für die Vorgabesystem des Deutschen Golf-Verbandes (DGV), anhand dessen der Platz eingestuft wird: Ein Areal von zehn Meter vor dem Messpunkt bis zu zehn 10 Meter dahinter.

 

B wie Besserlegen:

Hat es lange geregnet, ist der Boden tief und entsprechend anfällig: Da kann der Club eine Platzregel aufstellen, nach der ein Ball besser gelegt werden darf, wenn er sich etwa auf dem Fairway eingegraben hat. Üblich ist dabei eine Scorekarte als Abstandsmesser – bevor Sie fragen: In der Breite, nicht in der Länge. Und der Ball darf vor dem Schlag gereinigt werden.

 

C  wie Chip:

Sie liegen in der Nähe des Grüns, nur ein paar Meter fehlen zur Fahne, aber putten können Sie eben noch nicht. Da braucht es nun einen Annäherungsschlag, der im besten Fall das Loch treffen oder zumindest nur ein kurzes Stück entfernt zum Liegen kommen sollte. Je besser der Chip, desto höher die Chance auf ein gutes Ergebnis.

 

D wie Durchspielen:

Eine grundsätzliche Frage der Etikette. Ist der Flight hinter Ihnen schneller, wollen Sie unbedingt den verloren gegangenen Ball suchen oder verspüren Sie einen gewissen Druck, weil hinter Ihnen offensichtlich Profis am Werk sind, ist das Durchspielenlassen eine Pflicht für langsame Spieler oder Gruppen. Wer will schon gehetzt werden?

 

E wie Eagle:

Begriffe aus der Vogelwelt haben sich im internationalen Sprachgebrauch eingebürgert für Ergebnisse unter Par. Einen Eagle, also Adler, haben Sie mit zwei unter Par erreicht. Sprich mit drei Schlägen auf einem Par 5 – was eher selten vorkommt.

 

F wie Flight:

Strenggenommen eine falsche Übersetzung, wenn mit einem Flight eine Spielergruppe von zwei bis vier Golfern bezeichnet wird. Im Englischen wird als  Flight eine Wertungsklasse im Wettspiel bezeichnet oder die Gruppen von acht Spielern oder Mannschaften, die sich im Lochspiel duellieren. Sie haben recht – klingt ein wenig nach „unnützeswissen.de“

 

G wie Grooves:

Damit sind die kleinen Rillen auf der Schlägerfläche gemeint. Diese Millimeter-Kerben nehmen im Schlag Gras und Erde auf und ermöglichen damit einen direkten Kontakt zur Schlagfläche, die dem Ball obendrein den Backspin geben soll. Insofern machen saubere Schläger immer Sinn.

 

H wie Hook:

Sie kennen Peter Pan und seinen Gegenspieler, Captain Hook? Der mit dem Haken-Arm. Beide spielen kein Golf, okay. Trotzdem eine Eselsbrücke. Mit einem Hook wird ein Ball bezeichnet, der irgendwann in der Flugphase wie von Geisterhand nach links wegdreht. Golflehrer sprechen liebevoll davon, dass so ein Hook auf golferisches Potenzial schließen lässt, was im Gegensatz zu einem nach rechts abdrehenden Slice steht.

 

I wie Identifizierung:

Zwei Bälle kommen nicht weit voneinander entfernt auf. Um sicher zu gehen, dass Sie den richtigen spielen, dürfen Sie ihren Ball aufnehmen und identifizieren. Vorher markieren Sie die Lage mit einem Tee und lassen den Zähler die Situation beobachten. Gereinigt darf der Ball nur so weit werden, als dass Sie ihn klar als Familienmitglied erkennen können.

 

J wie Junganpflanzung:

Schön aufpassen, jeder imposante Buche hat einmal klein angefangen. Meist werden frisch angepflanzte Bäume oder Büsche mit einer blauen Markierung versehen. Liegt ihr Ball in der Nähe, dürfen Sie auf einen Freedrop zurückgreifen, um die Jungpflanzen nicht in die Gefahr einer ungewollten Entlaubung zu bringen.

 

K wie Kurzes Spiel:

Long Play for the Show, short Play for the money.  Stimmt. Das sogenannte kurze Spiel ist immer für eine gute Runde nötig, ihm wird aber nicht selten zu wenig Beachtung geschenkt. Abschläge über 200 Meter schütten offensichtlich mehr Testosteron bei Männern aus, helfen rund ums Grün aber nicht weiter. (siehe auch C wie Chip)

 

L wie Lady:

Kommt nur für das „starke Geschlecht“ in Betracht, wenn es beim Abschlag schwächelt. Erreicht ihr Ball nicht die Markierung des Damen-Abschlags, treten Sie als Durstlöscher für ihren Flight auf: Die erste Runde geht auf Sie. In Österreich wird die Lady auch Girlie genannt.

 

M wie Markieren:

Halten Sie die Lage des Balles fest, wenn er auf dem Grün auf der Puttlinie eines Mitspielers liegt. Das geschieht meist mit einem Geldstück, einem Jeton oder irgendetwas, das gut zu sehen ist. Sie müssen den Ball ja wieder zurücklegen.

 

N wie Nearest to the pin:

Eine Spezialwertung in Turnieren, immer an einem Par-3-Loch. Dieses Ranking gewinnt der Spieler, der seinen ersten Schlag mit dem geringsten Abstand zur Fahne platziert.

 

O wie Out of Bounds:

Wieder mal ein Englisch-Exkurs: meint „außerhalb der Grenzen der spielbaren Geländefläche“. Heißt: Ein Strafschlag, sollte Ihr Ball im Aus landen.

 

P wie Par:

Par ist die Schlagzahl, die für eine Spielbahn und damit in der Addition für den gesamten Platz bestimmt worden ist. So muss ein Par 3 mit drei Schägen gespielt werden, ein Par 4 mit vier und ein Par 5 mit fünf – wenn man ein Par spielen will. Weil das nicht immer geschieht, wird nicht selten die Verniedlichung „Pärchen“ verwendet.

 

Q wie  Quality-Time:

Ein Korb Bälle auf der Driving Range sind besser als zehn Minuten im Büro. Das ist Quality-Time.

 

R wie  Rangefee:

Die Summe, die ein Gast eines Golfclub für die Benutzung der Übungsanlagen zu bezahlen hat.  Bälle für die Driving-Range sind darin nicht immer enthalten.

 

S wie Sandwedge:

Nomen est omen – der Griff zum Sandwedge bietet sich an, sollte Ihr Ball im Bunker vor dem Grün gelandet sein. Erst zu Beginn des 20-Jahrhunderts erfunden, inzwischen aber ein fester Bestandteil in jedem Bag.   Der Schläger berührt im Idealfall zuerst den Boden, so dass der Ball wie von einer dünnen Sandwolke getragen steil herausfliegt und gleich wieder auf dem Boden landet. Auch im Idealfall auf dem Grün und nahe an der Fahne.

 

T wie  Tee:

Einmal mehr ein doppeldeutiger Begriff: Tee 1 ist der erste Abschlag auf dem Platz, weitere 17 oder 8 folgen. Ein Tee ist aber auch der kleine Stift aus Holz oder Plastik, auf dem der Ball vor dem Abschlag ruht.

 

U wie  Unspielbarer Ball:

Jeder Ball kann nach den Regeln, ausgenommen bei Wasserhindernissen, vom Spieler sofort für unspielbar erklärt werden. Autsch, der erste geht in die Hecke. Kennt man, aber nicht groß ärgern: Ein Strafschlag hinzurechnen, neu abschlagen und fertig.  Sie ersparen sich Mühe und Aufregung und nicht selten zusätzliche Schläge in schwierigen Lagen.

 

V wie  Vorgabe:

Die deutsche Entsprechung für das Handicap. Das soll lediglich zur besseren Vergleichbarkeit der Fertigkeiten unterschiedlicher guter Golfer dienen. Immer wieder aber wird es als eine Art Statussymbol vor sich hergetragen. Völliger Nonsens, das widerspricht dem Sinn des Spiels.

 

W wie Wintergrün:

Nur noch fünf Grad, Raureif bedeckt die Grüns: Da haben die Greenkeeper längst auf Wintergrüns umgestellt. Sie befinden sich ein paar Meter vor den eigentlichen Grüns, sind bedeutend kleiner, dennoch mit einer Fahne versehen und dazu da, um das normale Grün für die Nicht-Wintermonate zu schonen.

 

X wie X-Balls:

 Eine vom Hersteller angebrachte X-Markierung bezeichnet Bälle mit kleinen Farbfehlern oder aus einer Überproduktion. Qualitätsmängel sind nicht zu erwarten.

 

Y wie Yips:

Golfen ist Kopfsache. Auch und gerade beim Yips. Damit ist eine psychische Sperre gemeint, die vor allem beim Putten auftreten kann. Im letzten Moment wird der Schläger verzogen. Bernhard Langer war bislang der prominenteste Vertreter der Golf-Profis mit Yips. Manchen hilft  psychologische Unterstützung, anderen nur ein anderer Putter.

 

Z wie Zähler:

Als Zähler werden zumeist Mitspieler im Turnier bezeichnet, die Ihre Schlagzahl auf der Scorekarte notieren. Gehen Sie ihre Schläge nach einem Loch gedanklich kurz durch, nennen Sie die Zahl und schon dürften Missverständnisse ausgeräumt sein. Nach dem Turnier und vor Abgabe der Scorekarten werden die Ergebnisse im Flight abgeglichen.

AUTOR: Swingworks

DATUM: 30.07.2019

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