WARUM GOLF DAS FITNESSSTUDIO ERSETZT

Klar, Golf ist nur etwas für ältere Herren. Für Porschefahrer, deinen Zahnarzt oder die Mutter deiner Freundin, die mit Ihrer Freizeit nichts besseres anzustellen weiß, als dreimal in der Woche so einen kleinen weißen Ball zu malträtieren. Nur komischerweise sind aber der Porschefahrer, der Zahnklempner und die Schwiegermutter in spe allesamt überraschend fit. Ein Zufall? Möglich. Aber alle spielen Golf. Der Versuch einer Erklärung.

Womöglich können wir die Vorurteile in der Schublade lassen, Golf sei kein Sport. Im herkömmlichen Sinne ist er das auch nicht. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Aus diesem Grund bemühen wir kurz die Wissenschaft, die in langwierigen Studien zwei elementare Aspekte festgestellt hat. Golfer verbrauchen auf einer üblichen Runde über 18 Löcher zwischen 1200 und 1700 Kalorien. Das ist in etwa der Energieverbrauch, den Sie im Fitnessstudio auf dem Trimm-Rad im nur halbwegs ambitionierten Tempo erzielen – wenn Sie das vier bis fünf Stunden durchhalten wollen, von Gerüchen und überschaubaren optischen Eindrücken einmal abgesehen. Es winkt ein Gewichtsverlust von 700 bis 900 Gramm, die Pulsfrequenz klettert bis auf Spitzenwerte von bis zu 150 Schlägen pro Minute.

Das beeindruckt Sie nicht? In Ordnung, noch eine Zahl, die vermuten lässt, dass Golf sehr wohl doch ein Sport sein könnte und das Fitnessstudio durchaus gleichwertig ersetzt. Es geht um Koordination, Gleichgewichtsschulung, Beweglichkeit und Schnellkraft. Wenn Sie vor einem Schlag diesen kleinen weißen Ball fixieren, den Körper anspannen, die Knie beugen, die Arme strecken, den Schläger in Richtung Schulter bewegen, einen Sekundenbruchteil konzentriert innenhalten, um dann in einem Moment diese Spannung zu lösen, haben Sie 124 Muskeln beansprucht. Der menschliche Körper wird übrigens von 434 Muskeln getragen, mehr als ein Viertel davon wird also zum Golfspielen benötigt. Die Lachmuskeln übrigens nicht mit eingerechnet. Die werden auf einer Runde nicht zu selten beansprucht. Wer Golf spielt, lernt früher oder später, auch über sich selbst zu lachen. Und das probieren Sie mal in einem Fitnessstudio.

AUTOR: Swingworks

DATUM: 30.11.2018

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